Zauberhafte Haarpracht: Einflechten und Einnähen
Wir zeigen euch die verschiedenen varianten wie Ihr das Haar eures Pferdes flechten könnt und was für praktische Vorteile es hat.
Die praktischen Vorteile des Haareinflechtens
Das Haareinflechten beim Pferd dient nicht nur der optischen Verschönerung,
sondern erfüllt auch praktische Zwecke. Durch das sorgfältige Einflechten der Mähne
und des Schweifs werden die Haare vor Verfilzungen, Verschmutzung und
Beschädigung geschützt. Besonders bei Pferden mit langen und dicken Haaren kann
das Einnehmen einzelner Strähnen, zusätzliches Volumen und Fülle schaffen, was
dem Pferd ein imposantes Aussehen verleiht. Das Haareinflechten ist somit nicht nur
eine Möglichkeit, die natürliche Schönheit des Pferdes zu betonen, sondern auch
eine effektive Methode, um die Haare gesund und gepflegt zu halten.
Das wird benötigt
1. Einflechtgummis
2. Mähnenkamm
3. Wäscheklammer
4. Auftrenner
5. Nadel
6. Nähgarn
7. Schere
Zauberhafte Haarpracht: Einflechten und Einnähen
Variante 1 - Klassik pur
Für eine harmonische Optik teile die Mähne in gleich große Abschnitte, wobei jeder Abschnitt etwa die Breite eines halben Mähnenkamms hat.
So erzielst du eine gleichmäßige Verteilung der Zöpfe.
Flechte die Mähne gleichmäßig fest vom Ansatz nach unten. Wenn du die Mähne vor dem Flechten leicht mit einem feuchten Schwamm befeuchtest, wird sie griffiger und lässt sich besser einflechten. Vermeide dabei jedoch die Verwendung von Schweifspray.
Um die einzelnen Zöpfe zu sichern, verwende schwarze Gummibänder, um sie am Ende fest zu fixieren.
Klappe den gerade eingeflochtenen Mähnenstrang in der Mitte zusammen, sodass das Zopfende nach innen zeigt, und klappe ihn anschließend ein zweites Mal um.
Lege ein Gummiband über den umgeklappten Strang, drehe das Band und lege es erneut darüber. Wiederhole diesen Vorgang mehrmals, um den Zopf sicher zu fixieren. Für eine zusätzliche optische Betonung der Zöpfe kannst du auch weiße Gummibänder verwenden.
Variante 2 - Schnecke
Flechte die Mähne, genau wie in Variante 1, im klassischen Zustand nach unten.
Schlage das Ende der geflochtenen Stränge um und fixiere es mit einem schwarzen Gummiband.
Rolle den geflochtenen Strang nach innen und forme eine Art Schneckenhaus, indem du ihn bis zum Mähnenkamm nach oben aufrollst.
Fixiere die Schnecke nun mit dem Gummiband direkt am Mähnenkamm, um sie fest zu halten.
Variante 3 - Schnecke 2.0
Beim Einnähen solltest du größere Abstände als bei der Gummivariante verwenden.
Es empfiehlt sich, die Breite eines Mähnenkamms als Maß für die Unterteilung zu wählen.
Verwende den Mähnenkamm, um die Mähne in drei Strähnen zu unterteilen.
Beim Flechten oben nicht zu fest ziehen und den Ansatz des Zopfes mit dem Daumen nach oben schieben - dies verleiht eine elegantere Optik und reduziert den Zug auf den Mähnenkamm.
Schlage das Ende des eingeflochtenen Strangs um und fixiere es mit dem Gummiband.
Schlage den Strang nun zweimal zum Zopf um.
Nimm eine stumpfe Nadel mit schwarzem Nähgarn und stich sie von unten in den Zopf ein.
Ziehe den Faden so durch, dass die Nadel hinten oberhalb des Mähnenkamms herauskommt.
Führe die Nadel erneut von oben nach unten durch den Zopf und verknote den Faden.
Die genähte Mähne ist fertig. Schneide den überschüssigen Faden ab.
Der letzte Schliff - Schweif einflechten
Beginne damit, den Schweif Haar für Haar zu entwirren - Schweifspray hilft dabei, ihn geschmeidig zu machen.
Nimm zwei dünne Strähnen, schlage sie ein und halte sie mit einer Hand fest.
Füge mit der anderen Hand von links nach rechts neue Strähnen hinzu.
Um den Schweif besonders elegant aussehen zu lassen, wähle am besten dünnere Strähnen.
Zum Abschluss wickle eine Bandage um den Schweif, damit alles bis zur Prüfung sicher hält.
Französischer Zopf - Schopf einflechten
Nimm am Ansatz jeweils eine Strähne links und rechts sowie eine aus der Mitte und flechte sie fest nach unten.
Bei jedem Schritt füge von den Seiten eine dünne Haarsträhne hinzu.
Der eingeflochtene Strang wird mit einem schwarzen Gummiband fixiert.
Schlage den Zopf zuerst nach innen um, genauso wie bei den Mähnenzöpfe, und klappe ihn dann ein zweites Mal um.
Fixiere ihn mit einem zweiten Gummiband.
Unser Fazit
Das Haareinflechten und -einnähen beim Pferd ist eine kunstvolle Tradition, die sowohl
praktische als auch ästhetische Zwecke erfüllt. Durch das sorgfältige Einflechten der Mähne
und des Schweifs werden die Haare geschützt und gepflegt. Das Einnähen einzelner
Haarsträhnen verleiht dem Pferd zusätzliches Volumen und Fülle. Die vielfältigen Techniken
bieten zahlreiche kreative Gestaltungsmöglichkeiten, von klassischen Zöpfen bis hin zu aufwendigen Designs.
Es ist eine Möglichkeit, die Persönlichkeit des Pferdes zum Ausdruck zu bringen und es
optisch hervorzuheben. Besonders bei Turnieren kann es hier und da Pluspunkte regnen.
Ob wiederum die Zöpfe mit einem Gummiband fixiert werden oder richtig mit Nadel und
Faden ist jedem selber überlassen. Das ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie Zeit
oder auch wie viel Geduld dein Pferd hat, um still zu stehen.
Mittlerweile gibt es jedoch auch neben Faden und Gummi andere Möglichkeiten, um bei
deinem Schützling die Frisur zu fixieren. Sogenannte Quick Knots ermöglichen schnell und
einfach mit speziellen Haarklammern die Knoten zu sichern. Da kann man am Turniertag auch etwas länger im Bett bleiben.